Projektdetails

M?glichkeiten und Grenzen des Monitorings der ambulanten medizinischen Versorgungsqualita?t von Menschen mit Pflegebedarf anhand von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland (Kathrin Seibert)

Laufzeit: 23.05.2018 - 30.09.2022
Projektpartner:innen: Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
Projekttyp: Promotionsprojekt

Beschreibung

Menschen mit Pflegebedarf sind oft von Multimorbidit?t betroffen und ein selbstbestimmter Zugang zu Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kann ihnen erschwert sein. Der Messung und Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgungsqualit?t dieser Personengruppe kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Ein populationsspezifisches Qualit?tsmonitoring existiert in Deutschland bislang nicht. Ursprünglich zu Abrechnungszwecken erhobene GKV-Routinedaten stellen eine potentielle Datenquelle für das Monitoring der ambulanten Versorgungsqualit?t pflegebedürftiger Menschen dar.

Diese kumulative Dissertation untersucht, welche M?glichkeiten und Grenzen sich für das Monitoring der ambulanten medizinischen Versorgungsqualit?t von Menschen mit Pflegebedarf anhand von GKV-Routinedaten in Deutschland ergeben. Anhand einer systematischen ?bersichtsarbeit und zweier Sekund?ranalysen von Routinedaten der AOK wird gezeigt, dass i) eine breite Auswahl international erprobter Qualit?tsindikatoren für die Abbildung der ambulanten Versorgungsqualit?t auf Basis von GKV- Routinedaten zur Verfügung steht, ii) eine populationsspezifische Abbildung ausgew?hlter Qualit?tsaspekte auf Basis von GKV-Routinedaten machbar ist, iii) Versorgungsunterschiede bei Berücksichtigung des Lebensorts und des Pflegestatus zu Ungunsten ?lterer Menschen vorliegen und iv) Zusammenh?nge zwischen der individuellen Versorgungsqualit?t in pflegebedürftigen, multimorbiden Populationen und einem Heimeintritt bestehen. Zudem beschreibt die Arbeit einen Status-Quo der ambulanten Versorgungsqualit?t pflegebedürftiger Menschen in Deutschland auf Basis von GKV-Routinedaten.

Einen theoretischen Begründungs- und Bezugsrahmen für ein populationsspezifisches Monitoring liefert das Chronic Care-Modell (CCM), das Argumente für die nutzenbringende Einbindung von GKV-Routinedaten in Informationssysteme und die Versorgungsgestaltung bietet.




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